In 3 Tagen von Maloja nach Pranzaira bzw. Pranzaira nach Maloja
Der Sentiero Alpino Bregaglia kann leider nicht mehr in seiner voller Länge begangen werden, da das Val Bondasca wegen des Cengalo-Bergsturzes seit 2017 gesperrt ist.
Dank dem neuen Alpinwanderweg „gran giro del lago“, den wir, zusammen mit der SAC Sektion Hoher Rohn, dem EWZ und der Rettungskolonne Bregaglia, kürzlich erbaut haben, bietet sich den Alpinwanderern wieder eine überaus lohnende dreitägige Wanderung.
Hier beschreiben wir zwei attraktive, alpine, dreitägige Wanderungen mit zwei Hüttenübernachtungen. Einmal von Westen nach Osten und einmal von Osten nach Westen.

In 3 Tagen von Maloja nach Pranzaira mit „gran giro del lago“ T5
Von Ost nach West, beinhaltet 2 Übernachtungen in gemütlichen SAC Hütten und die etwas anspruchsvollere Schlussetappe auf dem „gran giro del lago“!

1. Tag von Maloja über den Panoramaweg zur Capanna del Forno
Von Maloja erreicht man Taleinwärts den malerischen Cavlocsee mit dem Bergrestaurant Alp Cavloc welches zur Einkehr einlädt. Weiter geht es nach Plan Canin wo sich das Tal ins Val Muretto und ins Val Forno teilt. Wer sich für den Panoramaweg entscheidet, geht noch etwa einen Kilometer ins Val Muretto hinein, bevor sich der Weg nach rechts unter die Pizzi dei Rossi und somit auf den Panoramaweg emporschwingt, der zur Fornohütte führt.
Dieser Weg hat seinen Namen nicht zu Unrecht: Er gewährt schönste Ausblicke auf die umliegende Landschaft und führt an mehreren bezaubernden Bergseen vorbei, in deren Wasser sich die nahen Berggipfel spiegeln.
Dieser Höhenweg traversiert die gesamte Bergflanke von den Pizzi dei Rossi bis zur Capanna dal Forno und brilliert mit Tief- und Ausblicken ins Val Forno und auf die gegenüberliegende Talseite, verlangt aber auch Vorsicht vor steilen Altschneefeldern im Frühsommer.

Webpage Capanna dal Forno

Marschzeit: 5 Stunden
Schwierigkeit: T3+

Die Capanna del Forno ist von Plan Canin auch über das Fornotal erreichbar.
Marschzeit: 4.15 Stunden
Schwierigkeit: T3

2. Tag von der Capanna del Forno zur Capanna da l’Albigna
Der neue Tag beginnt mit einem Abstieg durch die steilen Serpentinen der Randmoräne zum Gletscherbecken des sich zurückziehenden Fornogletschers. Etwas Talauswärts wird der Gletscherbach mit Hilfe einer kleinen Brücke überquert. Danach geht es auf der westlichen Talseite steil über Wegspuren und Felsplatten hinauf. Die Rundsicht über das gesamte vergletscherte Fornobecken und die dahinter aufragenden, wilden Granitspitzen ist einfach atemberaubend schön.

Unterhalb des Gratausläufers des Piz Casnil Ostgrates erreicht man die mit Ketten und Eisentritten gesicherte Passage. Hier ist gute Trittsicherheit gefragt und diese kurze aber Ausgesetzte Passage zu überwinden. Zum Glück sind da Ketten und Eisenbügel angebracht. Weniger geübte können zur zusätzlichen Sicherheit einen Klettergurt mit Klettersteigset benützen.
Die Ketten werden jeweils Anfangs Sommer montiert. Informiere dich vorgängig bei uns. Von einer Begehung ohne montierte Ketten raten wir dringend ab.

Weiter gehts durch einenen breiten Geröllkessel in Richtung Pass Casnil Sud. Über zunehmend losen Schotter erreicht man den Pass Casnil Sud auf 2940 M.ü.M.(früher im Sommer steile Schneefelder; eventuell Pickel mitnehmen).
Vom Pass Casnil Sud geniesst man eine herrliche Aussicht und blickt direkt an die eindrückliche Nordwand der Cima dal Cantun. Wer Glück hat, kann sogar Steinböcke beobachten.
Über den blau-weiss markierten Wanderweg geht es nun nach einer Traverse aus groben Felsblöcken auf einen markanten Geröllrücken und über diesen zu den kleinen Seen hinab. Eine Stelle zwischen dem Pass Casnil und den kleinen Seen erfordert einige Vorsicht, ist aber mit Halte und Trittbügeln ausgerüstet. Die Gegend um die kleinen Seen bietet eine bezaubernde Aussicht und verlockt zum verweilen und fotografieren.
Nun ist es nicht mehr weit zur Capanna da l’Albigna.

Marschzeit: 5.5 – 6 Stunden
Schwierigkeit: T5

3. Tag von der Capanna da l’Albigna über den „gran giro del lago“ um den Albignastausee und mit der Seilbahn ins Tal
In der kommenden Sommersaison 2022 wartet eine neue Herausforderung auf Alpinwanderer – der „gran giro del lago“! Wie der Name schon sagt, führt der neue, anspruchsvolle Alpinwanderweg um den Albignastausee. Der neue Rundwanderweg besteht aus dem in den 50er Jahren erstellten und nun restaurierten „Felsenweg“, dem bereits bestehenden Weg zwischen Staumauer und Passo Cacciabella und einem neuen, zum Teil klettersteigartigen Wegstück, welches beide bestehenden Wege miteinander verbindet.

Der neue Wanderweg wird voraussichtlich ab Anfang bis Mitte Juli für Alpinwanderer begehbar sein. Wir werden auf dieser Homepage informieren.

Der alpine Rundwanderweg gran giro del lago ist ca. 7 Kilometer lang und führt um den gesamten Stausee. Die Strecke ist zum Teil ausgesetzt und häufig mit Ketten und Eisentritten ausgerüstet. Schwindelfrei sollte man schon sein, damit der Weg auch zum Genuss wird. An zwei Stellen müssen Gletscherbäche auf schmalen Stegen überquert werden. Vor allem der mittlere Teil führt durch wegloses, blockiges Gelände in welchem trittsicheres Gehen im schwierigen Gelände erforderlich ist. Die Schwierigkeit liegt insgesamt bei etwa T5. Die ideale Richtung führt von der Capanna da l’Albigna auf dem Felsenweg auf der Ostseite des Sees zum Rand des Albigna-Gletschers und dann auf der Westseite des Sees über den Klettersteig aufsteigend und wieder zurück zur Staumauer und weiter zur Seilbahn.
Die Strecke ist blau-weiss markiert. Das Begehen des Weges geschieht komplett auf eigene Verantwortung.
Dort wo Absturzgefahr herrscht, sind an den meisten Stellen Ketten angebracht. Für den geübten und trittsicheren Alpinwanderer ist das Begehen des Weges auch ohne Klettersteigset möglich. Weniger geübte Alpinwanderer rüsten sich sicherheitshalber besser mit Klettergurt und Klettersteigset für die Selbstsicherung aus. Auch ein Kletterhelm kann sich durchaus als Sinnvoll erweisen.

Dem geübten Alpinwanderer bietet sich ein abenteuerlicher Weg mit immer wechselnden Perspektiven in einer wunderschönen, wilden und hochalpinen Gegend. Der „gran giro del lago“ ist der krönende Abschluss des Sentiero Alpino Bregaglia.

Marschzeit: 4 – 5 Stunden
Schwierigkeit: T5


In 3 Tagen von Pranzaira nach Maloja T5

1. Tag von der Talstation der Seilbahn Pranzaira zur Capanna d’Albigna
Von der Seilbahn Talstation führt ein wunderschöner, steiler Weg am westlichen Rand des wilden Albignatals hinauf. Wer Glück hat, kann Bartgeier beobachten, welche oft in dieser Gegend ihre Kreise ziehen. Der Weg führt an der imposanten Schlucht beim Sasc Prümavaira vorbei und zieht dann flach in Richtung Albigna Staumauer. Wenn man die Staumauer überquert hat, erreicht man die Capanna da l’Albigna über den abwechslungsreichen Bergwanderweg hoch über dem See.

Marschzeit: 3.5 Stunden
Schwierigkeit: T3

Weitere Details unter „Zugang“

Alternativ kann am ersten Tag auch die Seilbahn genutzt werden und dann der Albignastausee auf dem neuen „gran giro del lago“ umrundet werden.

2. Tag von der Capanna da l’Albigna zur Capanna del Forno
Über den blau-weiss markierten Wanderweg geht es hinauf, vorbei an den kleinen Seen und über einen markanten Fels- Geröllrücken bis zum Pass Casnil Sud auf 2940 M.ü.M. Eine Stelle zwischen den kleinen Seen und dem Pass Casnil erfordert einige Vorsicht, ist aber mit Halte und Trittbügeln ausgerüstet.

Vom Pass Casnil Sud geniesst man eine herrliche Aussicht und blickt direkt an die eindrückliche Nordwand der Cima dal Cantun. Wer Glück hat, kann sogar Steinböcke beobachten.

Vom Pass geht es dann über losen Schotter (früher im Sommer steile Schneefelder; eventuell Pickel mitnehmen) hinunter in einen breiten Geröllkessel. An dessen Ende zieht der Weg nach links und man erreicht bald die mit Ketten und Eisentritten gesicherte Passage unter dem Gratausläufer des Piz Casnil Ostgrates.

Hier ist gute Trittsicherheit gefragt und diese kurze aber Ausgesetzte Passage zu überwinden. Zum Glück sind da Ketten und Eisenbügel angebracht. Weniger geübte können zur zusätzlichen Sicherheit einen Klettergurt mit Klettersteigset benützen.
Die Ketten werden jeweils Anfangs Sommer montiert. Informiere dich vorgängig bei uns. Von einer Begehung ohne montierte Ketten raten wir dringend ab.

Über Felsplatten führt der Weg weiter hinab bis ins Fornotal. Die Rundsicht über das gesamte vergletscherte Fornobecken und die dahinter aufragenden, wilden Granitspitzen ist einfach atemberaubend schön.

Nach dem überqueren der kleinen Brücke beginnt der finale Aufstieg zur Capanna dal Forno. Zuerst führt der Weg noch relativ flach das Fornotal Richtung Süden hinauf, bevor er in steilen Serpentinen durch die Randmoräne das ersehnte Ziel, die Fornohütte, erreicht.

Marschzeit: 5.5 – 6 Stunden
Schwierigkeit: T5
Webpage Capanna dal Forno

3. Tag von der Capanna del Forno über den Panoramaweg nach Maloja
Dieser Weg hat seinen Namen nicht zu Unrecht: Er gewährt schönste Ausblicke auf die umliegende Landschaft und führt an mehreren bezaubernden Bergseen vorbei, in deren Wasser sich die nahen Berggipfel spiegeln.

Dieser Höhenweg traversiert die gesamte Bergflanke bis unter die Pizzi dei Rossi und brilliert mit Tief- und Ausblicken ins Val Forno und auf die gegenüberliegende Talseite, verlangt aber auch Vorsicht vor steilen Altschneefeldern im Frühsommer.

Über die Westflanke der Pizzi dei Rossi führt der Weg weiter ins Val Muretto welches weiter unten wieder ins Val Forno hineinmündet.

Von hier erreicht man Talauswärts den malerischen Cavlocsee mit dem Bergrestaurant Alp Cavloc welches zur Einkehr einlädt. Auf verschiedenen Wegvarianten kommt man nun in Maloja ans Ende dieser Dreitageswanderung.

Marschzeit: 4 Stunden
Schwierigkeit T3+